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Eine Logografik des Thüringer Verfassungsschutzes

Verfassungsschutz Thüringen

Dienstgebäude des Thüringer Verfassungsschutzes in Erfurt, Quelle: AfV

Verfassungsschutzpräsident Stephan J. Kramer

Stephan Kramer am Rednerpult

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Verfassungsschutz und Polizei

 

Am 26. Februar 2021 führten das Landeskriminalamt Thüringen (TLKA) und die sachleitende Staatsanwaltschaft Gera umfangreiche Einsatzmaßnahmen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen durch.

Wegen des auf einer Informationsübermittlung des Amtes für Verfassungsschutz Thüringen (AfV) und nachfolgender Ermittlungen des TLKA beruhenden Tatverdachts des bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie des Verdachts der Geldwäsche wurden 27 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Schwerpunkte waren die Stadt und der Landkreis Gotha sowie der Unstrut-Hainich-Kreis und der Lahn-Dill-Kreis in Hessen.

Es wurden 8 Haftbefehle vollstreckt. Darüber hinaus kam es zur Realisierung eines Vollstreckungshaftbefehls bei einer angetroffenen Person und zu einer vorläufigen Festnahme wegen des Auffindens von Betäubungsmitteln.

Die Beschuldigten sind deutsche Staatsangehörige im Alter von 24 bis 55 Jahren. Eine Mehrzahl der Beschuldigten wird der rechtsextremistischen Szene, insbesondere der „Bruderschaft Thüringen“ (Turonen, Garde 20) und deren Umfeld, zugerechnet.

 

Im Landkreis Gotha war unter anderem die rechtsextremistische Szeneimmobilie „Gelbes Haus“ der „Bruderschaft Thüringen“ (Turonen, Garde 20) in Ballstädt betroffen. Hier wurden Langwaffen, eine größere Menge Bargeld und rechtsextremistische Devotionalien gefunden.

Insgesamt wurden fast 1 kg Betäubungsmittel, etwa 120.000 Euro Bargeld sowie 6 Waffen  und 2 delaborierte Granaten sichergestellt. Im Rahmen der Vermögensabschöpfung konnten zahlreiche Wertgegenstände eingezogen werden.

In die umfangreichen Maßnahmen waren mehr als 500 Einsatzkräfte aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen sowie Spezialisten des Bundeskriminalamtes eingebunden.

Thüringens Innenminister Georg Maier  wertete die Durchsuchungen als wichtigen Beitrag
im Kampf gegen den Rechtsextremismus: „Dieser Aktion ging eine jahrelange Vorbereitung
voraus. […] Der Verfassungsschutz war der Impulsgeber. Bei der Gruppe, die als rechtsextremistisch bekannt ist, hat man dann festgestellt, dass es weitere Ermittlungsansätze über den Rechtsextremismus hinaus in die organisierte Kriminalität hinein gibt.“

Bereits im Jahr 2014 führten Informationen des damaligen Landesamtes für Verfassungsschutz Thüringen zu den mutmaßlichen Tätern des Überfalls auf eine Kirmesgesellschaft in Ballstädt. Die in diesem Zusammenhang angeklagten Täter werden ebenfalls der „Bruderschaft Thüringen“ (Turonen, Garde 20) und deren Umfeld zugerechnet.

 

Hintergrund:

Die „Bruderschaft Thüringen“, bestehend aus den Gruppen „Turonen“ und „Garde 20“, ist seit mehreren Jahren Beobachtungsobjekt des Amtes für Verfassungsschutz Thüringen. Wegen ihrer hohen Gewaltbereitschaft und ihrer sehr guten nationalen und internationalen Vernetzung zählt sie zu den herausragenden rechtsextremistischen Gruppierungen in Thüringen. Weitere Informationen sind dem aktuellen Verfassungsschutzbericht zu entnehmen.

 

 

 

 

Titelbild des Berichtes
„Turonen“ im Thüringer Verfassungsschutzbericht

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